al-Qur'an   القُرآن   der Koran
eine Betrachtung und kleine Themenkonkordanz
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Muhammad erhielt die "Offenbarungen" nicht in der Reihenfolge wie im Koran zusammengefasst - hier sind sich Orientalisten und Muslime einig. In der Orientalistik stützt man sich bis heute im Wesentlichen auf die Chronologie nach Theodor Nöldeke aus dem Jahr 1860. Sucht man im Internet nach der Chronologie des Koran, so findet man zwar abweichende Auffassungen - es existieren auch Chronologien über Suren hinweg, also nach Versen - doch kommen auch neuere Erkenntnisse nicht zu gravierend abweichenden Ergebnissen. Die tatsächliche Chronologie ist bis heute nicht geklärt.

Es ist üblich bei abweichenden Versen zu einem Sachverhalt - Muhammad durfte Verse vergessen bzw. ihm wurden "Bessere geoffenbart" (Sure 87:6+7, 2:106) - den zuletzt "geoffenbarten" Vers als gültig anzusehen (Abrogation). Die übrigen Verse werden als ungültig (naskh) bewertet. Darüber hinaus werden für die muslimische Gesetzgebung die Sunnah (überlieferte Gewohnheiten und Handlungsweisen Muhammads) und die Hadhiten (Überlieferungen von WeggefährtenInnen) hinzugezogen. Hier gibt es unterschiedliche Meinungen und Akzeptanz in den Glaubensgruppen (Schiiten, Sunniten usw.). Hadhiten sind teilweise schwer oder gar nicht zu beschaffen.

Vielleicht verhilft diese Seite zu einem raschen Einblick zu einigen Themen im Koran und verschafft einen Eindruck von der "Meinungsbildung" Muhammads. Weil der Koran für sich in Anspruch nimmt die letztgültige und allumfassende Offenbarung Gottes zu sein - die Thora und die Evangelien bestätigend - sind zu einigen Themen kommentarlos Bibelzitate als Anmerkung angefügt. Sämtliche Koran- und Bibeltexte stammen aus älteren, vom Urheberrecht befreiten, Übersetzungen.